WebdesignRatgeber
· 13 Min. Lesezeit · Von OneDaySite

Website selbst erstellen oder erstellen lassen?

Die Frage Website selbst erstellen oder erstellen lassen steht am Anfang fast jedes Online-Auftritts. Die Baukasten-Werbung sagt: in wenigen Klicks fertig. Die Agentur sagt: ohne Profi geht gar nichts. Beide haben ein Interesse an ihrer Antwort. Hier bekommst du die ehrliche Version, mit echten Zahlen, dem versteckten Zeitaufwand und einem dritten Weg, an den die meisten gar nicht denken.

Kurz vorweg: Es gibt keine pauschal richtige Antwort. Für eine private Hobbyseite gilt etwas anderes als für die Website, mit der du Kunden gewinnen willst. Dieser Beitrag hilft dir, deinen Fall einzuordnen, statt dir eine Lösung zu verkaufen.

Schreibtisch mit handgeschriebenem Website-Plan, Stiften und Laptop als Sinnbild für die Entscheidung selbst bauen oder erstellen lassen
Bevor die erste Zeile Code entsteht, fällt die eigentliche Entscheidung: selbst machen oder machen lassen.

Die ehrliche Kurzantwort

Damit du nicht den ganzen Artikel lesen musst, hier die Kurzfassung. Es geht weniger um teuer gegen günstig, sondern um deine Zeit gegen dein Geld:

Wenn deine Website also Teil deines Geschäfts ist und nicht nur ein digitales Hobby, deutet vieles in Richtung Profi. Aber halt, Profi heißt nicht automatisch teure Agentur. Der Rest dieses Beitrags zeigt dir, warum, und wie du für deinen Fall richtig entscheidest.

Was „selbst erstellen“ heute wirklich heißt

Selbst erstellen ist nicht gleich selbst erstellen. Hinter dem Begriff stecken drei sehr unterschiedliche Wege, und sie verlangen dir ganz unterschiedlich viel ab:

Der Website-Baukasten

Anbieter wie Wix, Jimdo oder Squarespace liefern dir Vorlagen, die du per Drag-and-drop zusammensetzt. Kein Code, alles im Browser. Das ist der einfachste Einstieg und für die meisten gemeint, wenn sie „selbst machen“ sagen. Der Haken kommt später: Du sitzt im System des Anbieters fest und zahlst monatlich, solange die Seite online ist.

WordPress in Eigenregie

WordPress ist mächtiger und flexibler, verlangt aber deutlich mehr von dir. Hosting auswählen, Theme einrichten, Plugins pflegen, Updates und Sicherheit im Blick behalten. Das ist kein Nachmittagsprojekt mehr. Wer technisch nicht zumindest neugierig ist, verliert hier schnell die Lust oder die Übersicht.

Die KI-Website

Seit 2026 wirbt fast jeder Baukasten mit KI, die dir die Seite quasi von selbst baut. Und ja, der erste Entwurf entsteht in Minuten. Nur ist dieser Entwurf eben ein Entwurf. Texte passen nicht zu deinem Angebot, Bilder sind generisch, die Struktur ist geraten. Den leeren Bildschirm löst die KI. Den Rest machst du.

Laptop mit geöffnetem Website-Baukasten im Browser, eine Person bearbeitet die Startseite per Drag-and-drop
Im Baukasten ist der erste Entwurf schnell da. Die Feinarbeit danach kostet die meiste Zeit.

Allen drei Wegen ist eines gemeinsam: Der Anfang ist leicht, das gute Ende ist Arbeit. Genau dieser Unterschied zwischen „steht online“ und „überzeugt Kunden“ ist der Kern der ganzen Entscheidung.

Selbst erstellen: die echten Vorteile

Damit hier nichts schöngeredet wird: Selbst bauen hat handfeste Vorteile, und für die richtige Ausgangslage sind sie Gold wert.

Diese Vorteile sind echt. Sie gelten besonders für ganz kleine Projekte, für Vereine, für eine erste Test-Seite oder für jemanden, der das Tüfteln ehrlich gern macht. Das Problem fängt erst an, wenn man die Kehrseite ausblendet.

Selbst erstellen: die versteckten Kosten

Die Baukasten-Werbung zeigt dir lächelnde Menschen, die in fünf Minuten fertig sind. Was sie nicht zeigt, ist der Stapel an Stunden, der danach kommt. Rechnen wir ehrlich durch, was eine selbst gebaute Unternehmensseite an Zeit frisst:

AufgabeRealistischer Zeitaufwand (Anfänger)
Tool kennenlernen, Vorlage auswählen3 bis 6 Stunden
Struktur und Seiten planen2 bis 4 Stunden
Texte schreiben und überarbeiten8 bis 15 Stunden
Bilder besorgen, zuschneiden, optimieren3 bis 6 Stunden
Mobilansicht prüfen und korrigieren3 bis 8 Stunden
Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner3 bis 6 Stunden
SEO-Grundlagen, Testen, Feinschliff5 bis 10 Stunden
Summerund 30 bis 60 Stunden

30 bis 60 Stunden. Das ist mehr als eine ganze Arbeitswoche. Und jetzt die unbequeme Rechnung: Wenn deine eigene Arbeitsstunde im Geschäft 50 Euro wert ist, steckst du zwischen 1.500 und 3.000 Euro an Zeit in eine Seite, die dich angeblich nur ein paar Euro im Monat kostet. Plötzlich sieht das „günstig“ ganz anders aus.

Person sitzt spätabends konzentriert vor dem Laptop, monochromes Bild als Sinnbild für den hohen Zeitaufwand beim Selberbauen
Der Preis einer selbst gebauten Website steht selten im Angebot: die Abende, die draufgehen.

Dazu kommen die Posten, die kein Tool ehrlich anzeigt:

Erstellen lassen: was du wirklich bekommst

Auf der anderen Seite steht der Profi. Der verkauft dir vor allem zwei Dinge: Erfahrung und abgenommene Arbeit. Das hübsche Layout kommt obendrauf. Das steckt drin, wenn du machen lässt:

Person arbeitet konzentriert am Laptop in einem hellen, modernen Büro als Sinnbild für professionelle Website-Erstellung
Beim Profi zahlst du nicht für Stunden, sondern für ein Ergebnis, das schon am ersten Tag professionell wirkt.

Erstellen lassen: die ehrlichen Nachteile

Damit das hier kein Werbeblock wird: Machen lassen hat auch Schattenseiten, und es wäre unfair, sie zu verschweigen.

Eine Website ist wie ein Schaufenster. Du kannst es selbst dekorieren. Aber wenn die halbe Stadt vorbeigeht, willst du nicht, dass die Scheibe schief sitzt.

Der direkte Vergleich: vier Wege, eine Tabelle

Genug Prosa. So stehen die Wege nebeneinander, wenn man sie ehrlich gegenüberstellt. Wir haben WordPress-DIY und Baukasten-DIY zusammengefasst, weil sie sich aus Sicht des Aufwands ähneln:

KriteriumSelbst (Baukasten / WordPress)Klassische AgenturFestpreis-Profi
Kosten Startgering (Abo)sehr hoch (ab 3.000 €)mittel (Festpreis)
Dein Zeitaufwandsehr hoch (30 bis 60 h)geringsehr gering
Designqualitätvorlagenabhängighoch, individuellhoch, modern
Technik-Kenntnis nötigmittel bis hochkeinekeine
Tempo bis liveWochenWochen bis Monateoft 24 Stunden
DSGVO ab Werkselbst zu lösenmeist inklusiveinklusive
Laufende KostenAbo, dauerhaftoft Wartungsvertragnur Hosting/Domain

Du siehst das Muster: Der Baukasten ist beim Geld vorn, aber bei der Zeit der Verlierer. Die klassische Agentur liefert Qualität, kostet aber viel und dauert. Und dann gibt es da noch die Spalte rechts, über die kaum jemand redet.

Der dritte Weg, an den kaum jemand denkt

Die ganze Debatte tut so, als gäbe es nur zwei Optionen: billig und mühsam selbst, oder teuer und langsam über die Agentur. Dazwischen ist in den letzten Jahren ein dritter Weg entstanden, und der löst genau den Konflikt zwischen Zeit und Geld.

Die Idee: ein Profi, aber zum Festpreis und in Tagen statt Monaten. Du bekommst die Qualität und die abgenommene Arbeit eines Profis, ohne den offenen Stundenzettel und die langen Schleifen einer Agentur. Du weißt vorher, was es kostet, und du weißt vorher, wann es fertig ist.

Genau dieses Modell fahren wir bei OneDaySite. Wir bauen dir eine moderne neue Website zum Festpreis, mit drei Paketen ab 499 Euro, jeweils mit einer Korrekturschleife und fertig in 24 Stunden. DSGVO sauber, lokale Schriften, schnelle Ladezeit, alles inklusive. Wenn dich interessiert, wie sich das gegen andere Preise einordnet, lies unseren ehrlichen Überblick zu den Website-Kosten in Österreich.

Profi-Qualität, ohne den Agentur-Marathon

Festpreis statt offener Rechnung, fertig in 24 Stunden statt in Monaten. Festpreis ab 499 €.

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So entscheidest du richtig

Keine Faustregel passt auf jeden. Such dir die Situation, die deiner am nächsten kommt:

Bau es selbst, wenn …

Lass es machen, wenn …

Und wenn du dich in beiden Listen ein bisschen wiederfindest, weil du Qualität willst, aber kein Vermögen ausgeben magst, dann ist der dritte Weg dein Fall. Schau dir an, welche Projekte auf diese Art entstanden sind, und entscheide selbst, ob du den Unterschied zu einer Vorlage siehst.

Häufige Fragen zu „selbst erstellen oder erstellen lassen“

Soll ich meine Website selbst erstellen oder erstellen lassen?

Das hängt von deinem Ziel ab. Geht es nur um eine kleine private Seite oder ein erstes Experiment, kannst du sie mit einem Baukasten selbst bauen. Soll die Website aktiv Kunden gewinnen, professionell wirken und bei Google gefunden werden, ist die Erstellung durch einen Profi fast immer die bessere Wahl. Die wichtigste Frage ist nicht das Geld, sondern deine Zeit: Wer im Geschäft steht, verliert beim Selberbauen oft mehr Arbeitsstunden, als ein Profi an Honorar kostet.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Bei klassischen Agenturen in Österreich beginnt eine mehrseitige Unternehmensseite oft bei 3.000 bis 5.000 Euro und kann nach oben weit offen sein. Festpreis-Anbieter sind deutlich günstiger: Bei OneDaySite gibt es drei Festpreis-Pakete, OneDay Start 499 Euro, Pro 899 Euro und Max 1.799 Euro, jeweils mit einer Korrekturschleife. Ein Website-Baukasten zum Selberbauen liegt bei rund 10 bis 30 Euro im Monat, dafür baust und pflegst du alles selbst.

Wie lange dauert es, eine Website selbst zu bauen?

Realistisch musst du als Anfänger mit 30 bis 60 Arbeitsstunden rechnen, bis eine Website wirklich fertig, mobil sauber und rechtlich in Ordnung ist. Das Tool kennenlernen, Struktur planen, Texte schreiben, Bilder aufbereiten, Mobilansicht prüfen, Impressum und Datenschutz erstellen, all das summiert sich. Genau dieser Zeitaufwand ist der versteckte Preis beim Selberbauen, den die Werbung der Baukästen gern verschweigt.

Ist ein Website-Baukasten wie Wix gut genug für ein Unternehmen?

Für eine ganz schlichte Visitenkarten-Seite kann ein Baukasten reichen. Sobald deine Seite aber Kunden überzeugen, schnell laden und gut bei Google ranken soll, stößt du an Grenzen: Vorlagen sehen schnell nach Vorlage aus, die Ladezeit leidet oft unter unnötigem Code, und du sitzt im System des Anbieters fest. Für ein Unternehmen, das die Website ernst nimmt, ist eine sauber gebaute eigene Seite die nachhaltigere Lösung.

Kann ich mit KI eine Website selbst erstellen?

KI-Website-Generatoren bauen dir in Minuten einen ersten Entwurf, und der sieht auf den ersten Blick oft brauchbar aus. Die Arbeit beginnt aber danach: Texte schärfen, Struktur an dein Angebot anpassen, Bilder ersetzen, Mobilansicht korrigieren und vor allem die rechtlichen Pflichten erfüllen. KI nimmt dir den Start ab, nicht das Handwerk dahinter. Für ein professionelles Ergebnis brauchst du weiterhin ein Auge dafür, was gut ist, oder jemanden, der es hat.

Ist eine selbst erstellte Website automatisch DSGVO-konform?

Nein. Ein Baukasten gibt dir kein fertiges Recht. Du brauchst ein korrektes Impressum, eine passende Datenschutzerklärung, oft einen Cookie-Banner und im Idealfall lokal eingebundene Schriften statt direkt geladener Google Fonts. Genau hier passieren die häufigsten Fehler beim Selberbauen. In Österreich gelten dabei eigene Regeln, etwa das Telekommunikationsgesetz für Cookies, die viele DIY-Anleitungen aus Deutschland gar nicht abdecken.

Kann ich eine selbst gebaute Website später vom Profi übernehmen lassen?

Oft ist ein sauberer Neuaufbau günstiger und schneller als das Reparieren einer gewachsenen Baukasten-Seite. Wenn du in einem geschlossenen System wie Wix gebaut hast, lässt sich vieles nicht einfach exportieren. Inhalte wie Texte, Logos und Bilder kann ein Profi aber übernehmen und in eine schnelle, eigene Website überführen. Wer schon eine veraltete Seite hat, sollte eher über einen Relaunch nachdenken als über ewiges Nachbessern.

Fazit: Es geht nicht um billig gegen teuer

Die Frage Website selbst erstellen oder erstellen lassen hängt an deiner Zeit und deinem Ziel, nicht am Preisschild. Selbst bauen spart Geld und frisst Stunden. Es passt für ein Hobbyprojekt, für Tüftler, für den ersten Test. Sobald die Website aber Kunden bringen soll, kippt die Rechnung: Die 30 bis 60 Stunden, die du selbst investierst, sind selten gut angelegt, wenn deine Arbeitszeit eigentlich woanders gebraucht wird.

Die gute Nachricht ist, dass die alte Wahl zwischen mühsam-billig und teuer-langsam nicht mehr stimmt. Mit einem Festpreis-Profi bekommst du Qualität, Tempo und Rechtssicherheit, ohne den offenen Stundenzettel einer Agentur. Du weißt vorher, was es kostet, und kümmerst dich um das, was du am besten kannst: dein Geschäft.

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