Homepage erstellen lassen im Burgenland: die Preise
Eine Homepage kostet im Burgenland bei den Anbietern vor Ort zwischen 1.490 und 2.990 Euro einmalig, ein weiterer nennt ab rund 1.700 Euro netto. Das ist der belegbare Ist-Stand, und er ist erstaunlich schwer zu finden: Von zehn Anbieterseiten, die zu dieser Suche auf der ersten Google-Seite stehen, nennen genau zwei einen Betrag. Hier stehen die Zahlen, die realistische Dauer und die Frage, die niemand beantwortet: ob die Agentur überhaupt im Burgenland sitzen muss.
Was Anbieter im Burgenland tatsächlich verlangen
Es gibt keine Preisliste für Websites, und jeder Anbieter schneidet seine Pakete anders zu. Trotzdem lässt sich der Markt eingrenzen, wenn man nachsieht, was die Anbieter selbst auf ihre Seiten schreiben. Die folgende Übersicht zeigt jeden Betrag, der am 3. September 2026 im Burgenland-Umfeld öffentlich ausgewiesen war. Keine Schätzungen, keine gerundeten Erfahrungswerte.
| Angebot | Ausgewiesener Preis | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Kleinstes Paket im Feld | 1.490 € | Einstiegspaket einer burgenländischen Agentur, zzgl. USt. |
| Zweiter Einstiegspreis | ab 1.500 € | „Ab"-Preis, Endsumme nach Gespräch |
| Dritter Einstiegspreis | ab ca. 1.700 € | Ausdrücklich als Fixpreis bezeichnet, netto |
| Mittleres Paket | 1.990 € | Mehr Unterseiten, mehr Funktionen |
| Größtes ausgewiesenes Paket | 2.990 € | Umfangreicher Auftritt |
| Wartung, monatlich | ab 149 € | Optional, aber prominent beworben |
Erhoben am 3. September 2026. Durchgesehen wurden zehn Anbieterseiten, die zur Suche „Homepage erstellen lassen Burgenland" auf der ersten Ergebnisseite auftauchen, sowie zwei weitere burgenländische Anbieter mit öffentlicher Preisseite. Nettobeträge, wo Anbieter netto auszeichnen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Der realistische Einstieg für eine gebaute Homepage liegt im Burgenland also bei rund 1.500 Euro netto. Mit 20 Prozent Umsatzsteuer sind das 1.800 Euro, die tatsächlich vom Konto gehen.
Warum acht von zehn keinen Preis nennen
Das Auffälligste an dieser Recherche war nicht die Höhe der Preise. Es war, wie schwer sie zu finden waren. Acht der zehn Seiten nennen keinen einzigen Betrag, auch nicht als Spanne, auch nicht als Startwert. Auf einer davon steht dreimal das Wort Fixpreis. Eine Zahl steht dort nicht.
Das ist nicht per se unseriös. Wer nach Aufwand kalkuliert, kann vor dem Erstgespräch schlecht eine Summe nennen, und ein zu niedrig angesetzter Wert ärgert am Ende beide Seiten. Nur passt es eben schlecht zusammen: Ein Fixpreis ist genau das, was man vorher weiß. Wer damit wirbt und die Zahl weglässt, verkauft die Sicherheit und behält die Ungewissheit.
Ein Fixpreis, den man erst nach dem Gespräch erfährt, ist ein Preis. Fix ist daran nur das Wort.
Praktisch heißt das für dich: Du wirst drei Erstgespräche führen müssen, bevor du drei Zahlen hast. Rechne mit ein bis zwei Wochen, allein um vergleichen zu können. Und frag im Gespräch nicht „was kostet das", sondern „was kostet das, wenn ich Texte und Fotos selbst liefere". Diese eine Zusatzbedingung macht in der Praxis mehrere hundert Euro Unterschied.
Für 14.206 burgenländische Betriebe reicht ein Einseiter
Alle Anbieter im Feld sprechen pauschal von KMU. Die burgenländische Wirklichkeit ist spezifischer: Von 21.835 aktiven WKO-Mitgliedern im Burgenland sind 14.206 Ein-Personen-Unternehmen, also 65,1 Prozent. Nach Niederösterreich ist das der zweithöchste EPU-Anteil Österreichs (WKO-Statistik, Stand Dezember 2025).
Das ist keine Statistik-Deko, daran hängt der Preis. Wer allein arbeitet, braucht selten eine Struktur mit zehn Unterseiten. Ein Einseiter mit Leistungen, Referenzen, Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeit beantwortet in aller Regel genau das, wonach jemand sucht.
Eine Unterseitenstruktur lohnt sich erst, wenn mehrere Leistungen einzeln bei Google gefunden werden sollen. Eine Tischlerei, die Küchen, Böden und Restaurierung getrennt anbietet, profitiert davon. Eine Fußpflege mit einem Angebot und drei Terminarten nicht. Genau dieser Unterschied trennt 499 von 1.990 Euro, und keine der zehn Seiten erklärt ihn.
Nebenbei: Die oft zitierte Zahl, dass 92 Prozent der österreichischen Unternehmen eine Website haben, stammt von der Statistik Austria und erfasst nur Unternehmen ab zehn Beschäftigten. Die 14.206 Ein-Personen-Betriebe des Burgenlands sind darin gar nicht enthalten. Für genau diese Gruppe gibt es keine amtliche Zahl, und das erklärt, warum sich die Angebote so selten an sie richten.
Onepager zum Festpreis, in 24 Stunden
499 Euro für den Einseiter, 899 für die Unternehmensseite. Preis steht vorher fest, eine Korrekturschleife ist dabei.
Preise ansehenMuss die Agentur überhaupt im Burgenland sitzen?
Neun der zehn Anbieter werben mit Nähe. Partner vor Ort, im Herzen von Eisenstadt, Ihre Agentur in der Region. Keiner belegt, wofür die Nähe konkret gebraucht wird. Eine der Seiten schreibt sogar selbst, dass ausschließlich remote gearbeitet wird, und wirbt zwei Absätze weiter mit Regionalität. Das ist der Widerspruch, über den niemand spricht.
Wir sitzen in Wiener Neudorf, das ist Bezirk Mödling und damit Niederösterreich. Es wäre einfach, hier über Servicegebiete zu schreiben und den Punkt zu umgehen. Ehrlicher ist die Aufschlüsselung, wofür Nähe wirklich zählt:
- Ein Termin von Angesicht zu Angesicht am Anfang. Der bringt tatsächlich etwas, weil man in einer Stunde vor Ort mehr über einen Betrieb erfährt als in fünf E-Mails. Er ist einmal nötig, nicht laufend.
- Fotos im Betrieb. Wer echte Bilder aus der Werkstatt oder vom Lokal will, braucht jemanden, der hinkommt. Das ist der stärkste Grund für regionale Nähe, und er gilt für einen halben Tag.
- Alles andere läuft ohnehin digital. Texte, Freigaben, Korrekturen, Übergabe. Ob dabei 8 oder 80 Kilometer dazwischen liegen, merkt kein Mensch.
Wichtig, weil oft falsch verstanden: Für deinen lokalen Google-Eintrag zählt deine Adresse, nicht die deiner Agentur. Ein Betrieb in Oberwart rankt nicht schlechter, weil die Seite in Wien gebaut wurde. Wie lokale Sichtbarkeit wirklich entsteht, steht in unserem Leitfaden zum lokalen Gefundenwerden, der Ablauf ist im Burgenland derselbe wie im Bezirk Mödling.
Die brauchbarere Frage ist deshalb nicht, wie weit die Anfahrt wäre. Sie lautet: Erreichst du in zwei Jahren noch jemanden, wenn die Öffnungszeiten sich ändern? Aus unseren Anfragen kennen wir vor allem den umgekehrten Fall. Wer sich mit einer alten Website meldet, hat die Zugangsdaten meist nicht mehr und weiß nicht mehr, wer sie gebaut hat. Der Sitz stand damals in derselben Gemeinde.
Wie lange es wirklich dauert
Die schnellste Zusage im burgenländischen Feld sind zwei bis drei Wochen, mehrere Anbieter nennen zwei bis vier. Eine Angabe unter einer Woche kommt nicht vor.
Diese Wochen entstehen selten beim Bauen. Sie entstehen beim Warten. Die Reihenfolge in der Praxis: Erstgespräch, Angebot, Freigabe, dann liegt das Projekt bis die Texte kommen. Wer Texte, Fotos und Logo am ersten Tag bereitstellt, verkürzt das Projekt drastisch. Bei uns ist genau das die Bedingung für die Lieferung in 24 Stunden: Nicht schneller tippen, sondern nicht auf Zulieferung warten.
Umgekehrt gilt dasselbe. Fehlen die Texte, dauert dasselbe Projekt sechs Wochen, egal bei welchem Anbieter und egal, was im Angebot steht.
Was nach dem Launch monatlich weiterläuft
Zwei der drei ausführlichsten Anbieterseiten haben die Frage „Gibt es laufende Kosten?" im FAQ stehen und beantworten sie ohne einen einzigen Betrag. Die Zahlen dazu sind aber einfach:
| Posten | Übliche Höhe | Pflicht? |
|---|---|---|
| .at-Domain | 10 bis 25 € pro Jahr | Ja |
| Hosting | 5 bis 30 € pro Monat | Ja |
| Wartungspauschale | ab 149 € pro Monat (regional beworben) | Nein |
| Einzelne Änderung ohne CMS | 80 bis 150 € je angefangene Stunde | Nur bei Bedarf |
Die 149 Euro monatlich verdienen einen zweiten Blick. Das sind 1.788 Euro im Jahr und damit mehr, als die Website im Einstiegspaket überhaupt gekostet hat. Nach zwei Jahren hast du die Seite dreimal bezahlt. Ob das gerechtfertigt ist, hängt komplett davon ab, was drinsteckt: Bei einem System mit wöchentlichen Sicherheitsupdates kann eine Pauschale sinnvoll sein, bei einer schlanken Seite ohne update-pflichtiges System zahlst du für Bereitschaft.
Im Erstgespräch kommt fast immer zuerst die Frage, was die Seite im Monat kostet. Dass man eine Website einmal kauft und sie danach besitzt, ist für viele gar nicht mehr die Erwartung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von zehn Jahren Baukasten-Werbung. Wie sich ein Festpreis dagegen rechnet, haben wir hier durchgerechnet.
Woran du ein vergleichbares Angebot erkennst
Drei Angebote mit drei verschiedenen Zahlen sagen wenig, solange sie unterschiedliche Arbeitspakete beschreiben. Diese sechs Punkte machen sie vergleichbar. Frag sie ab, bevor du unterschreibst:
- Netto oder brutto? Bei 1.990 Euro netto sind es real 2.388 Euro, wenn du keine Vorsteuer abziehen kannst.
- Wie viele Unterseiten sind inklusive, und was kostet die siebte? Der häufigste Nachschlag überhaupt.
- Wer schreibt die Texte, wer macht die Fotos? Der größte einzelne Preisfaktor im ganzen Projekt.
- Kannst du Inhalte später selbst ändern? Ohne Redaktionssystem kostet jede Öffnungszeitenänderung eine Arbeitsstunde.
- Ist die Wartungspauschale Pflicht oder freiwillig? Und was passiert, wenn du sie kündigst?
- Wem gehören Domain und Hosting nach der Übergabe? Sie sollten auf dich laufen, nicht auf die Agentur.
Wenn ein Angebot diese sechs Punkte schriftlich beantwortet, kannst du es mit jedem anderen vergleichen. Wenn nicht, vergleichst du zwei Zahlen und nicht zwei Leistungen.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Homepage im Burgenland erstellen zu lassen?
Bei den Anbietern, die im Burgenland zu dieser Suche auf der ersten Seite stehen, beginnen die öffentlich ausgewiesenen Preise bei 1.490 Euro und reichen bis 2.990 Euro für das größte Paket. Ein weiterer Anbieter nennt ab rund 1.700 Euro netto. Der realistische Einstieg liegt damit bei etwa 1.500 Euro. Nach unten gibt es Angebote ab 499 Euro, wenn ein Einseiter reicht und die Inhalte bereits vorliegen. Alle Beträge sind netto, es kommen 20 Prozent Umsatzsteuer dazu.
Warum nennen so wenige Anbieter einen Preis?
Weil der Preis erst nach dem Erstgespräch kalkuliert wird. Das ist bei Projekten nach Aufwand nachvollziehbar, wird aber unangenehm, wenn dieselbe Seite ausdrücklich mit Fixpreis wirbt. Von zehn Anbieterseiten, die am 3. September 2026 zu dieser Suche auf der ersten Ergebnisseite auftauchten, nennen genau zwei einen Betrag. Eine davon verwendet das Wort Fixpreis dreimal und lässt trotzdem jede Zahl weg.
Wie lange dauert es, bis die Homepage online ist?
Im Burgenland nennen die Anbieter zwei bis drei Wochen, teils zwei bis vier. Unter einer Woche kommt in diesem Feld nicht vor. Die Bauzeit ist dabei selten das Nadelöhr, es sind die Inhalte: Texte, Fotos, Logo und Freigaben. Liegt alles vor, ist eine Seite auch in 24 Stunden machbar. Fehlen die Texte, dauert dasselbe Projekt sechs Wochen.
Muss die Webagentur im Burgenland sitzen?
Für die Arbeit selbst nicht. Fast alle Anbieter arbeiten ohnehin remote, ein Teil schreibt das sogar auf die eigene Seite und wirbt daneben mit Regionalität. Nähe hilft bei genau zwei Dingen: einem Termin von Angesicht zu Angesicht am Anfang und bei Fotos vor Ort. Für den lokalen Google-Eintrag zählt deine eigene Adresse, nicht die deiner Agentur. Entscheidend ist, ob du im Zweifel jemanden erreichst, nicht wie weit die Anfahrt wäre.
Was kostet die Website monatlich?
Zwingend sind nur Domain und Hosting, zusammen etwa 10 bis 30 Euro im Monat. Alles andere ist eine Entscheidung. Ein burgenländischer Anbieter weist Wartung ab 149 Euro monatlich aus, das sind 1.788 Euro im Jahr und damit mehr als die Website selbst gekostet hat. Frag vor der Unterschrift, ob die Wartung Pflicht ist oder nicht.
Reicht für einen Ein-Personen-Betrieb ein Einseiter?
Meistens ja. 14.206 der 21.835 burgenländischen WKO-Mitglieder sind Ein-Personen-Unternehmen, das sind 65,1 Prozent. Wer allein arbeitet, braucht selten zehn Unterseiten. Ein Einseiter mit Leistungen, Referenzen, Öffnungszeiten und Kontakt beantwortet in der Regel alles, wonach jemand sucht. Eine Unterseitenstruktur lohnt erst, wenn mehrere Leistungen einzeln bei Google gefunden werden sollen.
Sind die genannten Preise netto oder brutto?
Netto, wie im Geschäftskundenbereich üblich. Wer als Kleinunternehmer:in unter der Umsatzgrenze bleibt und keine Vorsteuer abziehen kann, zahlt real 20 Prozent mehr als ausgeschrieben. Aus 1.990 Euro werden 2.388. Diese Differenz steht in keinem Angebot und ist die häufigste Überraschung auf der ersten Rechnung.
Was muss ich selbst liefern?
Texte, Bilder, Logo und die Zugangsdaten zu Domain und Hosting. Genau daran hängt der Preis: Wer Texte und Fotos mitbringt, bleibt am unteren Ende der Spanne. Wer beides schreiben und fotografieren lässt, zahlt mehrere hundert Euro mehr. Fehlen die Zugangsdaten zur bestehenden Domain, kommt Rechercheaufwand dazu, den kaum ein Angebot vorher ausweist.
Fazit: die Zahl ist da, sie steht nur nirgends
Eine Homepage im Burgenland erstellen zu lassen kostet real zwischen 1.500 und 3.000 Euro netto, wenn du bei einem regionalen Anbieter bleibst. Nach unten geht es, sobald ein Einseiter reicht und die Inhalte vorliegen. Nach oben geht es, sobald Texte, Fotos und Unterseiten dazukommen. Das ist keine große Überraschung. Die Überraschung ist, dass man diese Spanne nirgends findet.
Der teuerste Fehler beim Vergleichen ist deshalb nicht der zu hohe Preis. Es ist die Pauschale, die man beim Unterschreiben übersieht, weil sie neben dem einmaligen Betrag klein aussieht. 149 Euro im Monat sind nach zwei Jahren mehr als die ganze Website.
Für die Einordnung in den österreichischen Gesamtmarkt hilft unsere Preisübersicht: Was kostet eine Website in Österreich? Wie sich die Preise im Nachbarbundesland verhalten, steht unter Webdesign-Kosten in Niederösterreich. Und wenn du wissen willst, was speziell für kleine Betriebe realistisch ist, haben wir die Kosten für Kleinunternehmer aufgeschlüsselt. Unser eigenes Servicegebiet und die Preise dazu findest du unter Region.
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