Website-PlanungOnepager
· 12 Min. Lesezeit · Von OneDaySite

Onepager oder mehrseitige Website: was reicht dir?

Ein Onepager reicht, wenn du eine Sache anbietest und neue Kund:innen dich über Empfehlung, deinen Namen oder eine klare Region finden. Eine mehrseitige Website brauchst du, sobald du mehrere Leistungen hast, nach denen jeweils andere Menschen bei Google suchen. Entscheidend ist also nicht, wie viel Text du hast, sondern für wie viele verschiedene Fragen du gefunden werden willst. Mit sechs Fragen weiter unten klärst du das für deinen eigenen Betrieb.

Floristin in Schürze steht in ihrem Blumenladen und schaut auf ihr Handy, im Hintergrund Regale und Blumen
Gescrollt wird am Handy ohnehin. Die Frage ist, ob eine Seite alles tragen kann, was du zu sagen hast.

Onepager oder mehrseitig: die kurze Antwort

Ein Onepager ist eine Website, bei der alle Inhalte untereinander auf einer einzigen Seite stehen. Das Menü öffnet keine neuen Seiten, es scrollt zum passenden Abschnitt. Eine mehrseitige Website, oft Multipager genannt, verteilt die Inhalte auf Unterseiten mit eigener Adresse, etwa /kuechen oder /ueber-uns.

Optisch und am Handy können beide gleich gut funktionieren. Verschieden ist die Zahl der Adressen. Ein Onepager hat für Google genau eine, eine mehrseitige Website so viele, wie sie Seiten hat. Davon hängt ab, für wie viele verschiedene Themen sie gefunden werden kann.

Ein Onepager beantwortet eine Frage sehr gut. Eine mehrseitige Website beantwortet viele Fragen einzeln.

Was ist ein Onepager genau?

Ein Onepager erzählt eine kurze Geschichte in wenigen Abschnitten: wer du bist, was du anbietest, für wen, wie es abläuft oder was es kostet, was andere über dich sagen und wie man dich erreicht. Wer von oben nach unten liest, hat am Ende alles gesehen und landet direkt beim Kontakt. In unserem Start-Paket sind es bis zu sechs Abschnitte, und das reicht für die meisten Einzelangebote gut.

Ganz allein steht aber auch ein Onepager nie da. In Österreich verlangt § 5 des E-Commerce-Gesetzes, dass Name, Anschrift, Kontaktdaten und einige weitere Angaben ständig „leicht und unmittelbar zugänglich“ sind. Dazu kommt die Offenlegung nach § 25 Mediengesetz. Eine eigene Unterseite schreibt keines der beiden Gesetze vor. Üblich ist trotzdem ein Link auf Impressum und Datenschutzerklärung im Fuß der Seite, weil diese Texte lang sind und niemand sie zwischen Leistungen und Kontaktformular lesen will. In der Praxis hat ein Onepager also drei Seiten: die eigentliche Seite und zwei Pflichttexte.

Nicht verwechseln solltest du den Onepager mit einer Landingpage. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite für einen einzigen Zweck, meist für eine Werbekampagne, und oft Teil einer größeren Website. Ein Onepager ist dein ganzer Auftritt.

Was Google sieht: eine Adresse für alles

Das Menü eines Onepagers springt zu Adressen wie onedaysite.at/#preise. Der Teil nach der Raute heißt Fragment, und für Google ist das keine eigene Seite. In seiner Dokumentation zur URL-Struktur schreibt Google, dass die Suche URL-Fragmente im Allgemeinen nicht unterstützt. Dein Abschnitt „Leistungen“ bekommt also keinen eigenen Eintrag in den Suchergebnissen, keinen eigenen Titel und keine eigene Beschreibung.

Chancenlos ist ein Onepager bei Google deshalb nicht. Eine Seite kann für viele Suchanfragen gefunden werden, solange sie alle dasselbe meinen. Schwierig wird es erst, wenn du für Themen gefunden werden willst, die wenig miteinander zu tun haben. Eine Tischlerei, die bei „Küche nach Maß“ und bei „Stiege renovieren“ auftauchen will, braucht dafür zwei Seiten mit zwei Titeln. Auf einer gemeinsamen Seite müssen sich beide Themen einen Titel teilen, und der passt dann für keines richtig.

Bei KI-Suchen wie ChatGPT oder Perplexity ist es nach unserer Einschätzung ähnlich. Eine Seite, die genau eine Frage vollständig beantwortet, lässt sich leichter zitieren als ein Abschnitt irgendwo in der Mitte einer langen Seite. Wie diese Suchen Quellen auswählen, steht in Warum ChatGPT deine Website nicht findet.

Unser eigenes Beispiel: eine Startseite, viele Fragen

Die Startseite von onedaysite.at ist wie ein Onepager gebaut. Fünfzehn Abschnitte stehen untereinander, von den Leistungen über die Preise bis zum Kontaktformular. Das Menü springt, bis auf den Link zum Blog, nur innerhalb der Seite. Fünfzehn Abschnitte sind für einen Onepager viel, dazu gleich mehr. In der Google Search Console sehen wir, wofür Google die Startseite zeigt. Das sind die fünf Anfragen mit den meisten Einblendungen zwischen 28. Juni und 26. September 2026, dazu eine mit besonders guter Position:

SuchanfrageEinblendungenØ Position
webdesign niederösterreich4915,0
webdesigner niederösterreich4479,1
webdesign mödling3698,2
webentwicklung niederösterreich2162,2
webagentur niederösterreich1275,2
homepage erstellen lassen niederösterreich601,5

Alle diese Anfragen meinen dasselbe: Jemand sucht einen Betrieb, der in dieser Region Websites baut. Genau diese eine Frage beantwortet die Startseite, und dafür reicht eine Seite.

Bei Kostenfragen sieht es anders aus. Für „was kostet eine website“, „kosten website“ oder „kosten für website“ zeigt Google im selben Zeitraum nicht die Startseite, sondern unseren Artikel Website-Kosten in Österreich. Die Startseite taucht bei Anfragen mit „Kosten“ oder „Preis“ praktisch gar nicht auf, obwohl dort unsere Preise stehen. Zugegeben, der Artikel steht für diese Anfragen noch weit hinten, im Schnitt zwischen Position 50 und 66. Aber Google ordnet die Frage klar ihm zu und nicht der Startseite. Wer wissen will, was eine Website allgemein kostet, hat eine andere Absicht als jemand, der im Bezirk Mödling nach Webdesign sucht.

Beleuchtete Fassade eines kleinen Lebensmittelgeschäfts am Abend mit großen Schaufenstern und einer Bank davor
Das Schaufenster zeigt das Wichtigste auf einen Blick. Für alles andere geht man hinein.

Die Positionen sind Durchschnittswerte über drei Monate und schwanken von Tag zu Tag. Die Richtung ist trotzdem klar, und wir halten es selbst so: Die Startseite trägt das Angebot, Themen wie Kosten oder Ladezeit haben eigene Artikel bekommen, statt die Startseite noch länger zu machen. Das ist auch unsere Empfehlung für dich: ein Onepager für das Angebot, eigene Seiten nur für Fragen, nach denen wirklich eigens gesucht wird.

Wann ein Onepager die bessere Wahl ist

Ein guter Onepager zwingt dich, auf den Punkt zu kommen, und das merken Besucher:innen. Wer am Handy durchscrollt, sieht alles Wichtige in einem Zug und muss nirgends suchen. Er passt besonders, wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen:

Hand hält eine schlichte dunkle Visitenkarte über einem Holztisch, daneben ein Notizbuch, ein Federhalter und ein Tintenfass
Wer dich über die Visitenkarte findet, will bestätigt bekommen, dass du passt. Dafür reicht eine Seite.

Wann du mehrere Seiten brauchst

Die Grenze ist erreicht, wenn eine Seite zu viele Fragen gleichzeitig beantworten muss. Typische Anzeichen:

Unsere Faustregel: Wenn du bei einer Leistung sagen kannst „dafür ruft mich jemand an, der sonst nichts von mir will“, verdient sie eine eigene Seite.

Werkstattwand, dicht behängt mit Zwingen, Zangen und Hämmern, jedes Werkzeug ordentlich an seinem Platz
Jedes Werkzeug hat seinen Platz. Bei einem Betrieb mit vielen Leistungen gilt das auch für die Website.

Die Entscheidung in sechs Fragen

Beantworte die sechs Fragen für deinen Betrieb, ein Wort pro Zeile reicht. Links steht, was für einen Onepager spricht, rechts, was für mehrere Seiten spricht.

FrageSpricht für OnepagerSpricht für mehrere Seiten
1. Wie viele eigenständige Leistungen bietest du an?Eine, oder mehrere, die zusammengehörenZwei oder mehr, nach denen einzeln gesucht wird
2. Wie finden dich neue Kund:innen?Empfehlung, Name oder Suche nach deinem Angebot in der RegionGoogle-Suche nach verschiedenen Leistungen
3. Wie viele Zielgruppen sprichst du an?EineMehrere mit eigenen Fragen
4. Wie viel gibt es zu sagen?Das Wichtigste passt auf eine SeiteZu jeder Leistung gibt es viel zu erklären
5. Gibt es Inhalte, die wachsen oder oft wechseln?Nein, die Seite bleibt, wie sie istJa, etwa Speisekarte, Projekte, Jobs
6. Wo willst du in zwei Jahren stehen?Gleiches Angebot, gleicher KreisNeue Leistungen oder ein größeres Gebiet

Die Auswertung ist einfach. Stehen fünf oder sechs Antworten links, nimm den Onepager. Stehen drei oder mehr rechts, plane gleich mehrere Seiten. Dazwischen entscheidet Frage 2: Wer über Google für mehrere verschiedene Leistungen gefunden werden will, braucht Seiten, die Google einzeln zeigen kann.

Welche Betriebe typischerweise wozu passen

Diese Aufteilung ist eine Orientierung, kein Gesetz. Sie entspricht der Einteilung unserer Pakete auf der Startseite.

BetriebUnsere EmpfehlungWarum
Coaching, Beratung, TherapiepraxisOnepagerEine Person, ein Angebot. Vertrauen zählt mehr als Suchbegriffe.
Selbstständige und PersonenmarkenOnepager, später erweiternArbeiten zeigen, Kontakt kurz halten, wachsen, wenn es sich lohnt.
Handwerk mit mehreren LeistungenMehrere SeitenJede Leistung hat eigene Suchende und eigene Fragen.
GastronomieMehrere SeitenDie Speisekarte wechselt oft und soll bei Google eigens gefunden werden, dazu kommt die Reservierung.
Einzelhandel, Dienstleistung mit mehreren AngebotenMehrere SeitenSortiment oder Leistungen, dazu Anfahrt und Team.
Kanzleien, Makler:innen, HotelsGrößerer AuftrittRechtsgebiete, Objekte oder Zimmer brauchen jeweils Platz.

Mit einem Onepager starten und später wachsen

Du musst dich nicht für immer festlegen. Ein sauber gebauter Onepager lässt sich zu einer mehrseitigen Website ausbauen. Aus einem Abschnitt wird eine eigene Seite, die Startseite fasst ihn kurz zusammen und verlinkt dorthin. Die Startseite behält dabei ihre Adresse und ihre Verlinkungen. Ihr Hauptthema sollte auf ihr bleiben, sonst kann sie bei den Suchbegriffen, für die sie heute gefunden wird, Plätze verlieren.

Damit das später klappt, kläre vorher drei Dinge:

  1. Kann das System Unterseiten dazunehmen? Frag nach, ob die Technik hinter deinem Onepager auch mehrere Seiten verwalten kann, oder ob der Ausbau ein Neubau wäre.
  2. Was kostet eine zusätzliche Seite? Lass dir das schriftlich geben, bevor du den Onepager beauftragst, nicht erst, wenn du erweitern willst.
  3. Gehören dir Domain und Zugänge? Ohne sie baut niemand weiter. Wie du das prüfst, steht in Domain gehört der Agentur? So holst du sie zurück.

Der umgekehrte Weg ist mühsamer. Wer eine mehrseitige Website mit dünnen Unterseiten später auf eine Seite zusammenlegt, braucht für jede alte Adresse eine Weiterleitung, sonst laufen Links und Google-Einträge ins Leere. Klein anfangen ist also meist die bessere Richtung.

Was ein Onepager im Vergleich kostet

Nur kurz, weil es dazu eigene Artikel gibt. Bei uns kostet der Onepager (OneDay Start, bis zu sechs Abschnitte) 499 €, eine Website mit bis zu vier Unterseiten (OneDay Pro) 899 €, jeweils einmalig und ohne Abo. Alle Pakete stehen auf der Preisübersicht.

Was Websites in Österreich allgemein kosten und wovon der Preis abhängt, steht in Website-Kosten in Österreich. Welche Posten in Angeboten gern fehlen, egal ob für eine oder zehn Seiten, zeigt Versteckte Kosten beim Website erstellen lassen. Und wer als Einzelunternehmen knapp rechnen muss, findet eine Aufstellung in Was kostet eine Website für Kleinunternehmer?.

Onepager oder mehr? Frag uns vorher.

Schreib uns kurz, was du anbietest und wie deine Kund:innen dich finden. Wir sagen dir, ob ein Onepager reicht, auch wenn das für uns das kleinere Paket ist. Deine kostenlose Design-Vorschau hast du in 24 Stunden.

Kurz anfragen

Häufige Fragen

Ist ein Onepager schlecht für SEO?

Nicht grundsätzlich. Ein Onepager kann für ein Hauptthema und eine Region gut gefunden werden. Unsere eigene Startseite, die wie ein Onepager aufgebaut ist, stand zwischen Ende Juni und Ende September 2026 für „webentwicklung niederösterreich“ im Schnitt auf Position 2,2. Schwach ist ein Onepager, wenn du für mehrere unterschiedliche Themen gefunden werden willst, denn Google zeigt ihn nur unter einer Adresse mit einem Titel. Abschnitte hinter einer Raute behandelt Google nicht als eigene Seiten.

Wie viele Abschnitte sollte ein Onepager haben?

So viele, wie deine Kund:innen für die Entscheidung brauchen. Für die meisten Einzelangebote reichen fünf oder sechs: Einstieg mit dem Angebot, Leistungen, Ablauf oder Preise, Bewertungen oder Referenzen, ein Abschnitt über dich und der Kontakt. Wird es deutlich mehr, ist das oft ein Zeichen, dass einzelne Themen eine eigene Seite verdienen.

Braucht ein Onepager ein Impressum auf einer eigenen Seite?

§ 5 des E-Commerce-Gesetzes verlangt, dass die Angaben ständig leicht und unmittelbar zugänglich sind. Für die Offenlegung nach § 25 Mediengesetz gilt Ähnliches, sie muss leicht und unmittelbar auffindbar sein. Eine eigene Unterseite schreibt keines der beiden Gesetze vor. Üblich und übersichtlich ist trotzdem ein Link auf Impressum und Datenschutzerklärung im Fuß der Seite. So bleiben die langen Pflichttexte aus dem eigentlichen Onepager heraus und sind trotzdem mit einem Klick erreichbar.

Ist ein Onepager dasselbe wie eine Landingpage?

Nein. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite für einen einzigen Zweck, meistens für eine Werbekampagne, und oft Teil einer größeren Website. Ein Onepager ist dein gesamter Webauftritt auf einer Seite. Beide sind einseitig, aber der Onepager muss alles leisten, was eine Website leisten soll.

Kann ich einen Onepager später zu einer größeren Website ausbauen?

Ja, wenn das System dahinter mehrere Seiten verwalten kann und dir Domain und Zugänge gehören. Einzelne Abschnitte werden dann zu eigenen Seiten, die Startseite fasst sie zusammen und verlinkt dorthin. Die Adresse der Startseite bleibt gleich. Frag schon beim ersten Angebot, was eine zusätzliche Seite kostet.

Funktioniert ein Onepager am Handy besser?

Am Handy wird ohnehin gescrollt, deshalb fühlt sich ein Onepager dort natürlich an. Lang und schwer darf er trotzdem nicht werden, weil alle Bilder auf derselben Seite liegen. Bilder komprimieren, Abschnitte kurz halten und den Kontakt jederzeit erreichbar machen. Wie schnell eine Seite laden sollte, erklärt unser Artikel zur Ladezeit.

Fazit: eine Seite pro Frage

Ein Onepager ist die richtige Wahl für alle, die eine Sache anbieten und über ihren Namen, Empfehlungen oder eine klare Region gefunden werden. Sobald mehrere Leistungen eigene Suchende haben, brauchen sie eigene Seiten, weil Google einen Onepager nur unter einer Adresse zeigt.

Wenn du unsicher bist, fang klein an und bau so, dass du wachsen kannst. Die sechs Fragen oben helfen dir bei der Entscheidung, und wenn du eine zweite Meinung willst, schreib uns. Wir sehen uns dein Angebot an und sagen dir, wie viel Website du wirklich brauchst.

Quellen: Google Search Central, URL-Struktur, RIS, § 5 E-Commerce-Gesetz und RIS, § 25 Mediengesetz, alle drei abgerufen am 28. September 2026. Die Suchanfragen stammen aus der Google Search Console von onedaysite.at für den Zeitraum 28. Juni bis 26. September 2026.

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